Gründungzeit

Nachforschungen ergaben, dass bereits um 1900 eine Musikkapelle in Graben existierte.

1900_Musikkapelle-CL-bIm November 1908 wurde dann der Verein als „Musikverein Harmonie Graben“ im Badischen Hof gegründet.

Gründungsmitglieder waren:

  1. Blau, Philipp
  2. Flohr, Karl
  3. Gamer, Wilhelm
  4. Haßler, Albert
  5. Haßler, Karl
  6. Haßler, Wilhelm
  7. Hupf, Martin
  8. Metzger, August
  9. Nagel, Albert
  10. Nagel, Richard
  11. Nagel, Richard
  12. Rösch, Hermann
  13. Schaufler, Albert
  14. Schaufler, Heinrich
  15. Seeber, Wilhelm
  16. Spieß, Karl Albert
  17. Süß, Ludwig
  18. Wenz, Jacob
  19. Wolz, Jakob

Die Gründungsmitglieder wählten Wilhelm Haßler, genannt „Haßler Belle“ zu ihrem Vorsitzenden und verpflichteten Herrn Willi Vetter aus Karlsruhe als Dirigenten. Die Verpflichtung sah eine wöchentliche Probe und die Stabführung bei festlichen Anlässen vor.

Besonders zu erwähnen aus dieser Zeit ist der Umstand, dass die Kosten für den Dirigenten und die Beschaffung der notwendigen Instrumente damals Angelegenheit der aktiven Musiker war.

Die teuren Instrumente, wie Tuba, Pauken, Schlagzeug, Waldhörner etc. wurden vom Verein beschafft. Die Instrumentierung des Blasorchesters und die Notenbeschaffung waren also heikelster Punkt und bedurften vieler finanzieller Zuwendungen und persönlicher Opfer durch die ersten Mitglieder.

Nach einem Jahr intensiver Probenarbeit konnte Dirigent Willi Vetter sich zusammen mit dem Orchester an die Öffentlichkeit wagen. Eine Weihnachtsfeier im Jahre 1909 bildete den Auftakt zu den öffentlichen Veranstaltungen des Vereins. Von nun an wurde, bis Mitte der 50er Jahre, die Weihnnachtsfeier eine bleibende Einrichtung. Sie fand jeweils am 25. Dezember statt. Musikalisch immer anspruchsvoller, bereichert durch die Mitwirkung auswärtiger Kräfte, von Sängerinnen, Sängern und Musikern als Solisten wurde diese Feier ein Begriff im örtlichen kulturellen Geschehen.

Anfang 1913 übernahm die Leitung des Blasorchesters der am Bahnhof Graben-Neudorf tätige Eisenbahnsekretär Max Täubner. Mit ihm nahm das Orchester einen ungewöhnlich raschen Aufschwung.

Die Herren Täubner und Haßler führten in dieser Zeit auch den Zusammenschluss mit der Feuerwehr als „Feuerwehrkapelle“ herbei. Unter Max Täubner und Wilhelm Haßler konnten viele junge Musiker für die Kapelle gewonnen und durch den Dirigenten ausgebildet werden.

Der Erste Weltkrieg (1914-18) unterbrach diese erfolgreiche Ära und forderte auch aus den Reihen der aktiven Musiker Opfer. Gefallen sind in diesen Kriegsjahren: Eisenbahnassistent Diehm, Hermann Heil, Albert Kemm und Karl Kemm.