Nach dem Zweiten Weltkrieg

Mit "hochobriger" Genehmigung der Besatzungsmacht konnte erstmals wieder am 2. März 1947 in dem Gasthaus "Rose" eine Zusammenkunft ehemaliger Musikfreunde stattfinden und die Neugründung vollzogen werden.
Der Verein erhielt die Bezeichnung "Musikverein Graben".

Zum 1.Vorsitzenden wurde Herrmann Blau, zum Schriftführer Helmut Kimling, zum Kassier Ludwig Kammerer gewählt; als Dirigent wurde Postmeister Werner Kammerer gewonnen.

Die Beschaffung der Musikinstrumente war das schwierigste Problem, das zu lösen war. Für Geld war bis zur Währungsreform (Juni 1948) kein Instrument zu erwerben. Nur im "Schwarzhandel" konnten Instrumente teilweise wieder beschafft werden.

Am 1. August 1947 konnte die erste Probe nach dem Krieg unter Leitung von Postmeister Werner Kammerer, abgehalten werden.

Bereits 1946 hatte die Tanzkapelle "Goldene Sechs" unter Helmut Kimling - als gleichberechtigte Kapelle im neugegründeten Musikverein Graben- ihre Tanzveranstaltungen gestartet.
Mitglieder waren: Otmar Eberhard, Alfons Eberhard, Helmut Kimling, Conrad Neuberdt, Bleier Wilhelm, Fritz Zimmermann. Die Proben fanden im Badischen Hof statt. Die Kapelle veranstaltete nach dem Krieg alle 2-4 Wochen einen Tanzabend in der Turnhalle Graben. Später folgten gemeinsame Veranstaltungen mit dem Blasorchester. Unter anderem: Bunter Abend am 30.03.1947, Operettenabend am 15.05.1947 mit Künstlern des Badischen Staatstheaters am 06.07.1947 die Aufführung der Operette: "Fledermaus" mit Kräften des Staatstheaters und die Wiederholung der gleichen Operette am 15.07.1947 im Erbprinzensaal Graben.

Im Jahre 1948 wurde Hermann Hartkorn zum 1. Vorsitzenden gewählt und Karl Schäfer aus Karlsruhe als neuer Dirigent verpflichtet. Unter seiner Leitung konnte das Orchester bei einem Wertungsspiel anlässlich des Bezirksmusikfestes 1949 in Untergrombach eine sehr gute Bewertung erringen.

Ende der vierziger Jahre entstand die Tanzkapelle "Donau". Mitglieder waren Seppl Faller, Martin Faller, Hans Höger und Albert Roth.

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